Der meist verwendete Baustoff: Beton

Weit über die Hälfte aller Bauten sind mit dem Universalbaustoff Beton erstellt worden. Der Kunststein birgt statische und bauphysikalische Vorteile und in der Gestaltung kann der Fantasie freien Lauf gelassen werden. Der Kunststein ist vielseitig und aus der modernen Architektur nicht mehr wegzudenken. Neben den unzähligen Vorteilen hat jedoch auch Beton seine Grenzen.

Bereits vor über 2000 Jahren haben die Römer Beton als Baustoff entdeckt. Dank der hohen Druckfestigkeit und der einfachen Formbarkeit findet er zuverlässigen und vielfältigen Einsatz im Hoch- und Tiefbau. Seine Wider-standsfähigkeit trotzt Regen, Schnee, Eis aber auch Hitze. Beton ist nicht brennbar, jedoch können aufgrund von Luftspeichern grössere Teile abplatzen. Dadurch verliert der Beton an Stabilität und kann zusammenfallen. Die schallisolierenden Eigenschaften schützen vor lästigem Lärm und schaffen behagliche Ruhe im Innenraum. In der modernen Architektur wird Beton heute aber durchaus auch als ästhetisches Element eingesetzt. Denn er ist unglaublich wandelbar: dank beigemischten Pigmenten kann er eingefärbt werden, seiner Oberfläche kann eine individuelle Struktur verliehen werden und er kann einfach in unzählige Formen gebracht werden. Die Zusammen-setzung und die Gesteinskörnung bestimmen Qualität und die geforderten Eigenschaften je nach Anwendung. Ein Kubikmeter Beton entspricht einem Gewicht von 2450 kg. Beton ist ein Gemisch aus Sand, Kies, Wasser und Zement. Die Herstellung von Zement benötigt grosse Mengen an Energie. Zusätzlich entstehen dabei erhebliche CO2-Emissionen und der benötigte Bausand verknappt. Die natürlich vorkommenden Sedimentgesteine Kalkstein und Mergel werden in einem Hochtemperaturprozess zu einem neuen Mineral, dem sogenannten Zement-Klinker gebrannt. Dieser wird im Anschluss mit Gips gemischt und so entsteht Zement. Dieser dient dem Beton als ideales, hydraulisches Bindemittel, das eine anwendungsgerechte Erhärtung gewährleistet. Das Betongemisch ist zuerst breiartig und kann dadurch einfach geformt werden. Dazu kann er in eine Schalung oder eine Form gegossen werden. Im Anschluss härtet der Beton aus und es entsteht ein tragfähiges, widerstandfähiges Bauteil. Bei grossen Baustellen wird der Beton vor Ort gemischt – sogenannter Ortbeton. Der Transportbeton wird im Werk gemischt und muss in Fahrmischern oder Silowagen transportiert werden um die Qualität zu gewährleisten. Auch vorgefertigte Betonelemente kommen zum Einsatz, zum Beispiel können Treppen vorgefertigt werden. Als fertiges Bauteil wird es auf die Baustelle gebracht und verbaut.