Strom selber produzieren – die eigene Photovoltaikanlage

„Photovoltaik“; die Umwandlung von Sonnenstrahlung in elektrische Energie – ohne Lärm und ohne Umweltbelastung. Der selbst produzierte Strom vom Dach oder der Fassade ist heute kostengünstiger als der Strom den wir vom Netz beziehen. Eine Investition in eine Photovoltaikanlage rechnet sich langfristig mehrfach, denn sie schont die Umwelt und macht unabhängig.

Mit dem revidierten Energiegesetz können sich seit dem 1. Januar 2018 Endverbraucher zu einem sogenannten „Zusammenschluss zum Eigenverbrauch“ (ZEV) zusammenschliessen, um den gemeinsam produzierten Strom selber zu verbrauchen. So kann die PV-Anlage auf dem Gebäude mit den günstigsten Bedingungen installiert werden und mittels Digitalisierung wird der Verbrauch im Verbund gesteuert: eine intelligente Steuerung koordiniert das Stromangebot und -nachfrage. Ein ZEV macht besonders viel Sinn wenn eine homogene Verbrauchskurve durch unterschiedliche Nutzungen entsteht (bspw. Büro, Wohnen Restaurant).

Fassadenanlagen

Dank der Weiterentwicklung von Solarpanelen sind heute auch ästhetische Fassadenanlagen möglich – diese sind über das ganze Jahr gesehen fast genauso ergiebig wie Dachanlagen. Denn im Winter entstehen keine Probleme mit Schnee und die tiefstehende Sonne bringt mehr Ertrag an den Fassaden. Solche Solarfassaden sind besonders attraktiv, wenn der Strom selber verbraucht wird. Rechnen Sie hier das Potenzial Ihrer Fassade: www.sonnenfassade.ch

Lebensdauer

Damit sich die Investition lohnt und eine Rendite einspielt, sollte die Lebensdauer einer Photovoltaikanlage zwei bis drei Jahrzehnte betragen. Die Herstellergarantieren sind in der Regel zwischen 25 und 30 Jahre mit einer Leistung von 80 Prozent gerechnet. Heute können noch keine schlüssigen Erkenntnisse zu Lebensdauer und Leistung von Photovoltaikanlagen gemacht werden, da die ersten PV-Module nicht mit den heutigen vergleichbar sind. Eine wichtige Erkenntnis aus der Analyse eines der ersten PV-Module, welche 1982 im Tessin in Betrieb genommen wurde, ist, dass die Verkapselung eine zentrale Rolle spielt. Als Verkapselung wird die Kunststoffschicht bezeichnet, die die Solarzellen und die Halbleiter vor Wettereinflüssen schützt. Tests zeigen, dass bei heutigen PV-Anlagen eine Degradation von ca. 0.2 – 0.3 Prozent pro Jahr erfolgt.

Die eigene PV-Anlage

Mit der Produktion des eigenen Stroms mittels Photovoltaik ist ein wichtiger Schritt zur Nutzung erneuerbarer Energien getan. Mit einer Kombination der Heizung, die auf erneuerbare Energie zurückgreift und einer eigenen PV-Anlage kann ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz geleistet werden. Die Eigenverantwortung und Selbstinitiative jedes einzelnen trägt zur Erreichung der Energiestrategie 2050 bei. Darüber hinaus fördern die meisten Kantone und viele Gemeinden Photovoltaikanlagen zusätzlich mit finanziellen Beiträgen. Deshalb sollte die Option einer PV-Anlage geprüft werden:

  • wenn eine Heizungssanierung ansteht
  • wenn der Wassererwärmer ersetzt werden muss
  • beim Neubau
  • das Dach saniert wird
  • wer auf klimafreundlichen Strom umsteigen will
  • wer unabhängig sein will

Mit dem Solarrechner können Sie ganz einfach das Potenzial Ihres Daches herausfinden: www.sonnendach.ch

Oder analysieren Sie das Potenzial einer ganzheitlichen Sanierung inklusive Photovoltaik: www.evalo.ch